International Conference: Embodiment: Gender and body – discourses and social practices in history | Verkörperungen: Geschlecht und Körper – Diskurse und soziale Praktiken in der Geschichte

Datum: Do.13. -Sa. 15.Oktober 2011

Ort: University of Graz/Austria, RESOWI, SZ 15.21

Beginn: Donnerstag 13. Oktober, 19 Uhr

Programm der Konferenz

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Die Referentinnen: Barbara Duden (Hamburg/GER), Linda Braun (Baltimore/USA), Josephine Hoegaerts (Leuven/BEL), Libora Oates-Indruchová (Prag/CZ), Kerstin Palm (Basel/CH), Andrea Meissner (Augsburg/GER), Lars Bluma (Bochum/GER), Susanne Leuenberger (Bern/CH), Angelika Baier (Wien/AT), Hanna Hacker (Wien), Andrea Moshövel (Olmütz/CZ), Mareike Böth (Kassel/GER), Tanja Prokic (München/GER), Marina Hilber (Innsbruck), Willemijn Ruberg (Utrecht/NL), Fatma Gökçen Dinç (Istanbul/TUR) und Heidrun Zettelbauer (Graz).

 

The body has proven to be a key-issue in Women’s and Gender Studies. Since the 1980ies the body challenged not only established concepts of Feminist and Gender Theory but also introduced questions which became central to the emerging ‘cultural turn’ within Humanities. Controversial theoretical debates in the 1990ies helped to clarify terms and definitions, as well as they opened up a prosperous field of research for Gender History – examining not only historical discourses on the gendered body but predominantly questions related to bodily practices, processes of condensation, affirmation or subversion of body and gender identities. In this context the term embodiment points out towards various ways of “becoming a body in social space” (L. Adelson).
The present international conference will focus on embodiment from an interdisciplinary point of view and seek to analyse various concepts and practises of body and gender from the Middle Ages up to the present. Such a longitudinal perspective enables Gender historians to point out the variability of gendered body discourses and to discern the wide variety of social body and gender practices of individuals as well as collectives. In which way did gendered body images concur with body performances in different ages? How did individuals and social groups relate to hegemonic cultural body and gender norms? How do “bodily experiences” and discourse on the gendered body interact with each other? How did gendered body-images specifically serve to create and support the rhetoric of political power?

 

Der Körper ist ein analytisches Schlüsselkonzept für die neuere Frauen- und Geschlechterforschung. Die Beschäftigung mit Leib/Körper forderte seit den 1980er Jahren nicht nur etablierte Modelle innerhalb der feministischen und Gender-Theorie heraus, sondern wies bereits früh auf zentrale Diskussionsfelder hin, die spätestens im Rahmen der ‚kulturwissenschaftlichen Wende’ allgemein in den Geistes- und Geschichtswissenschaften verhandelt wurden. Die mitunter heftig und kontrovers geführten Debatten der 1990er Jahre haben aktuell vor allem zu einer Schärfung von Begriffen und Theoriekonzepten geführt, besonders aber haben sie für die Geschlechtergeschichte ein produktives Forschungsfeld eröffnet, in dem nicht allein auf historische Körperdiskurse fokussiert wird, sondern zugleich Prozesse des Herstellens, des Einübens, der Affirmation, aber auch der Subversion von Körperidentitäten in der Geschichte in den Blick genommen werden. Der Terminus Embodiment/Verkörperungen beleuchtet in diesem Zusammenhang verschiedene Wege, „ein Körper im sozialen Raum zu werden“ (L. Adelson).
Die internationale Tagung des Forschungs- und Lehrschwerpunkts GeschlechterGeschichte nähert sich dem Begriff des Embodiment interdisziplinär an und setzt sich mit je spezifischen Konzepten von Körper und Geschlecht vom Mittelalter bis in die Gegenwart auseinander. Gerade ein solcher Längsschnitt ermöglicht die Analyse der historischen Variabilität von vergeschlechteten Körperdiskursen und sozialen Praktiken auf individueller und kollektiver Ebene. Auf welche Weise spielten vergeschlechtete Körpervorstellungen und Körperperformanz in unterschiedlichen historischen Epochen zusammen? Wie setzten sich Individuen und soziale Gruppen in Beziehung zu hegemonialen Gender- und Körpernormen? Auf welche Weise greifen „körperliche Erfahrungen“ und wirkmächtige kulturelle Körperdiskurse ineinander? Welche spezifischen Funktionen nehmen vergeschlechtete Körperbilder in macht- und kulturpolitischer Rhetorik ein?

 

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